Monatsausgabe · Marktdaten bis 30.09.2026
September 2026: Zinserhöhung, Ölschock und ein 0DTE-Rekord
Die US-Notenbank erhöhte erstmals seit 2023 den Leitzins, der Ölpreis sprang nach Angriffen auf Tanker und eine saudische Pipeline, die zehnjährige US-Rendite überschritt 5 Prozent. Der Handel mit SPX-Optionen am Verfallstag erreichte in genau diesem Monat einen Rekord, und der VIX fiel auf sein Jahrestief.
Nachtrag vom 20.10.2026: die Gesamtzahlen der EUREX und der Brent-Spotpreis vom 30.09., die erst nach Redaktionsschluss erschienen sind.
- Ausgabe
- 03 / September 2026
- Erschienen
- 06.10.2026
- Datenstand
- 30.09.2026
- Lesezeit
- 10 Min.
Im September wurden täglich 3,4 Mio. SPX-Optionen mit Verfall am selben Tag gehandelt, so viele wie in keinem Monat zuvor. Das fiel in einen Monat mit Zinserhöhung, Ölschock und Renditen über 5 %, in dem der VIX trotzdem nie über 17,84 schloss und am 04.09. intraday sein Jahrestief von 13,80 markierte.
Diese dritte Ausgabe deckt den Zeitraum bis zum 30.09.2026 ab. Anders als im August lag die Volumenstatistik der CBOE zum Redaktionsschluss bereits vor: Sie erschien am 05.10.2026. Was der Report ist und wie er entsteht, erklärt die Report-Übersicht, das Fundament zu den Kontrakten liefert die Startseite zu 0DTE Optionen.
Rekordvolumen am Verfallstag in einem Monat voller Schocks. Die Fed hob die Zielspanne am 16.09. auf 3,75 bis 4,00 % an, der Brent-Spotpreis stieg laut EIA zeitweise auf 130,80 US-Dollar, die zehnjährige US-Rendite endete bei 5,29 %. Der S&P 500 schloss den Monat bei 7.651,54 Punkten, rechnerisch 0,45 % unter dem August-Schluss, der DAX sogar 4,0 % darunter. Gleichzeitig meldete die CBOE Rekorde bei SPX-0DTE, XSP und in der Nachtsitzung, und auch die EUREX-Tagesoptionen erholten sich kräftig vom schwachen August.
Marktumfeld: Öl, Zinsen und eine Notenbank, die ernst macht
Der September begann mit einer Überraschung vom Arbeitsmarkt. Am 04.09. meldete das US Bureau of Labor Statistics 162.000 neue Stellen für den August, nach durchschnittlich 31.000 pro Monat in den zwölf Monaten davor; die Arbeitslosenquote blieb bei 4,1 %. Die Juli-Zahl wurde von minus 23.000 auf plus 21.000 revidiert.
Danach bestimmte der Ölpreis das Geschehen. Nach Angriffen auf Tanker nahe der Straße von Hormus und der Einnahme des jemenitischen Hafens Mokka durch die Huthi stiegen Brent und WTI am 10.09. um mehr als 6 %; der Brent-Future schloss bei 107,63 US-Dollar. Am Freitag, dem 11.09., legten Angriffe die saudische East-West-Pipeline lahm, über die das Königreich Öl unter Umgehung der Straße von Hormus exportiert. Der Brent-Spotpreis, den die US-Energiebehörde EIA täglich ausweist, erreichte am 15.09. mit 130,80 US-Dollar seinen Monatshöchststand, nach 89,75 US-Dollar am 28.08.
Die US-Inflation hatte bereits am 11.09. angezogen: Der Verbraucherpreisindex stieg im August um 0,4 % zum Vormonat, nach 0,1 % im Juli, getragen vor allem von Benzin, das mehr als ein Drittel des Anstiegs ausmachte. Die Jahresrate blieb bei 3,4 %, die Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel sank von 2,5 auf 2,4 %. Am 16.09. hob die Fed die Zielspanne für den Leitzins einstimmig um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00 % an, die erste Zinserhöhung seit 2023. In ihrer Erklärung nennt sie die Inflation weiter erhöht.
An den Anleihemärkten stieg die zehnjährige US-Rendite von 4,79 % am 01.09. auf 5,29 % am 30.09., die zweijährige von 4,39 auf 4,88 %. Der S&P 500 bewegte sich in einer Spanne von rund 210 Punkten zwischen 7.551,81 (16.09.) und 7.764,70 (21.09.) und schloss den Monat bei 7.651,54 Punkten, rechnerisch 0,45 % unter dem August-Schluss. Deutlich schwächer lief der DAX: Er beendete den September am 30.09. bei 25.199,19 Punkten, rechnerisch 4,0 % unter dem August-Schluss von 26.258,11. Am selben Tag meldete das Statistische Bundesamt eine vorläufige Inflationsrate von 3,3 % für Deutschland, erstmals seit Ende 2023 über 3 %.
Volatilität: Ausschläge ohne Ausdauer
Gemessen an den Nachrichten blieb der VIX bemerkenswert ruhig. Das Jahrestief fiel in den Anfang des Monats: Am 04.09., dem Tag des Arbeitsmarktberichts, rutschte der Index intraday auf 13,80 und unterbot damit die 14,13 vom 28.08. Den tiefsten Schlusskurs des Jahres markierte er erst am 22.09. mit 14,21, knapp unter den 14,25 vom 14.08.
Der höchste Schlusskurs des Monats stand am 10.09. bei 17,84, dem Tag des Ölpreissprungs. Der höchste Stand im Tagesverlauf kam am 16.09. mit 18,94, während der Zinsentscheidung. Beide Spitzen hielten nicht: Am 11.09. fiel der VIX um 2,00 Punkte auf 15,84, am 17.09. um 2,27 Punkte auf 15,44. Den Monat beendete er bei 16,34, nach 14,92 am 31.08.
Für den Handel am Verfallstag ist diese Abfolge der eigentliche Befund. Einzelne Tage brachten deutliche Ausschläge der impliziten Volatilität, doch das Niveau pendelte sich jeweils binnen weniger Handelstage wieder unter 16 ein. Was implizite Volatilität im Preis einer Option bewirkt, erklärt der Glossar-Eintrag zur impliziten Volatilität.
Für den VIX1D, den Ein-Tages-Volatilitätsindex der CBOE, liegen auch für den September keine belastbaren Verlaufsdaten aus frei zugänglichen Quellen vor. Die Lücke bleibt offen.
0DTE-Volumen: 3,4 Millionen Kontrakte am Tag
Die am 05.10.2026 veröffentlichte September-Statistik der CBOE weist für SPX-Optionen mit Verfall am selben Tag ein Tagesvolumen von 3,4 Mio. Kontrakten aus, einen Monatsrekord. Für das dritte Quartal nennt sie 3,2 Mio. 0DTE-Kontrakte pro Tag, ebenfalls ein Rekord, bei 4,9 Mio. SPX-Kontrakten über alle Laufzeiten. Daraus ergibt sich für das Quartal rechnerisch ein 0DTE-Anteil von 65 %. Weil beide Werte gerundet ausgewiesen sind, ist das eine Näherung und kein Börsenwert.
Den Anteil für den September allein weist die Pressemitteilung nicht aus. Ob der Juli-Rekord von 66,2 % übertroffen wurde, bleibt damit offen, wie schon für den August. Belegt ist dagegen die Richtung im Gesamtgeschäft: Die Index-Optionen der CBOE kamen im September auf 6,422 Mio. Kontrakte pro Tag, 11,8 % mehr als im August und 22,3 % mehr als im September 2025. Die CBOE nennt das den zweithöchsten Wert ihrer Geschichte.
Die kleinen Kontrakte wuchsen weiter. Die Mini-SPX-Option XSP, deren Kontrakt ein Zehntel des SPX-Basiswerts abbildet, erreichte mit 274.000 Kontrakten pro Tag einen Monatsrekord, davon 165.000 mit Verfall am selben Tag, ebenfalls ein Rekord. Auch in der Global-Trading-Hours-Session, die von 20:15 bis 9:25 Uhr New Yorker Zeit läuft und damit den europäischen Vormittag abdeckt, stellte die CBOE mit 263.000 Kontrakten pro Tag einen Monatsrekord auf. Optionen auf den Russell 2000 hatten mit 99.000 Kontrakten pro Tag ihren stärksten Monat seit Januar 2016.
Die Multi-listed Options, also Optionen auf Einzelaktien und ETFs, die an mehreren Börsen gehandelt werden, kamen auf 15,382 Mio. Kontrakte pro Tag, nur 0,7 % mehr als im Vorjahresmonat. Der Zuwachs des Monats lag damit fast vollständig bei den Index-Optionen. Was hinter den Kontrakten steckt, erklären die Grundlagen, die Kontraktdetails von SPX und XSP stehen im Bereich SPX 0DTE.
Was steigende Zinsen am Verfallstag ändern und was nicht
Für eine Option, die noch am selben Tag verfällt, spielt der Zinssatz in der Preisformel kaum eine Rolle. Der Zinseffekt wirkt über die Restlaufzeit, und die beträgt bei 0DTE wenige Stunden. Eine Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte verändert den Preis eines solchen Kontrakts deshalb praktisch nicht.
Indirekt wirkt der Zins sehr wohl. Steigende Renditen verändern die Bewertung von Aktien und damit die Kursbewegungen des Basiswerts, und auf genau diese Bewegungen reagiert eine Option nahe dem Verfall besonders stark. Der September zeigt das an den Tagen mit Renditesprüngen: Am 10.09. stieg die zehnjährige US-Rendite um 12 Basispunkte, am 23.09. um 15 Basispunkte, und an beiden Tagen schloss der S&P 500 im Minus.
Der Report leitet daraus keine Handlungsempfehlung ab. Wie stark kleine Kursbewegungen nahe dem Verfall auf den Optionspreis durchschlagen und warum die Verlustseite bei Stillhalter-Positionen anders aussieht als die Gewinnseite, behandelt der Bereich Risiko; die einzelnen Aufbauten erklärt der Bereich Strategien.
EUREX: die Tagesoptionen kehren zurück
Nach dem schwachen August legten beide europäischen Tagesoptionen deutlich zu. Die DAX-Tagesoption ODAP kam laut Monatsstatistik der EUREX im September auf 73.121 Kontrakte, 3.324 pro Handelstag bei 22 Handelstagen. Das Monatsvolumen lag 23,1 % über dem August und 34,8 % über dem September 2025.
Noch stärker fiel die Erholung bei der Tagesoption auf den EURO STOXX 50 aus. OEXP stieg auf 757.152 Kontrakte oder 34.416 pro Tag, ein Plus von 72,3 % zum August. Den Vorjahresmonat erreichte sie damit nicht, sie lag 10,4 % darunter. Seit Jahresbeginn bleiben beide Produkte klar im Plus: ODAP mit 608.825 Kontrakten 25,6 % über dem Vorjahreszeitraum, OEXP mit 8,14 Mio. Kontrakten 26,4 % darüber.
Im August waren die beiden Produkte in die entgegengesetzte Richtung zum US-Markt gelaufen. Im September bewegten sie sich wieder im Gleichlauf, in einem Monat, in dem der DAX 4,0 % verlor und der große Verfallstag am 18.09. einen Tagesverlust von 1,60 % brachte. Beim DAX-Future FDAX stieg das Volumen auf 741.599 Kontrakte, was zum Teil auf den Rollwechsel im Verfallsmonat zurückgeht.
Die Gesamtzahlen der EUREX für den September waren zum Redaktionsschluss noch nicht veröffentlicht. Im August hatte die Börse 144,4 Mio. Kontrakte gemeldet, 14 % mehr als im Vorjahresmonat; die Index-Derivate gingen dabei um 11 % auf 36,9 Mio. Kontrakte zurück. Produktdetails stehen im Bereich DAX Tagesoptionen (ODAP), die Einordnung des Vormonats in der August-Ausgabe.
Die auffälligen Tage des Monats
| Datum | Ereignis | Marktreaktion |
|---|---|---|
| 04.09. | US-Arbeitsmarktbericht August: 162.000 neue Stellen, Arbeitslosenquote 4,1 % | VIX intraday 13,80 und damit Jahrestief, Schluss 14,53; SPX -0,38 % auf 7.718,60 |
| 10.09. | Angriffe auf Tanker nahe der Straße von Hormus, Huthi nehmen den jemenitischen Hafen Mokka ein | Brent-Future +6,34 % auf 107,63 USD, 10-jährige US-Rendite von 4,83 auf 4,95 %, VIX-Schluss 17,84 (Monatshoch), SPX -0,58 % |
| 11.09. | US-Verbraucherpreise August: +0,4 % zum Vormonat, Jahresrate unverändert 3,4 % | SPX +0,86 % auf 7.656,98, VIX fällt um 2,00 Punkte auf 15,84 |
| 14.09. | Wochenauftakt nach dem Ausfall der saudischen East-West-Pipeline durch Angriffe am Freitag, 11.09. | VIX +1,26 Punkte auf 17,10, SPX -0,48 %, 10-jährige Rendite 4,97 % |
| 16.09. | Fed erhöht den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00 %, einstimmig | VIX intraday 18,94 (Monatshoch), SPX -0,45 % auf 7.551,81 (tiefster Monatsschluss), 10-jährige Rendite 5,01 % |
| 17.09. | Ölpreise geben nach, Märkte verarbeiten die Zinsentscheidung | SPX +1,14 %, VIX -2,27 Punkte auf 15,44, DAX +0,70 % auf 25.716,71 |
| 18.09. | Großer Verfallstag an den Terminbörsen | DAX -1,60 % auf 25.304,06, SPX +0,17 % |
| 30.09. | Deutsche Inflation im September vorläufig bei 3,3 %, erstmals seit Ende 2023 über 3 % | DAX -0,79 % auf 25.199,19, 10-jährige US-Rendite 5,29 % (Monatshoch) |
Auffällig ist, wie oft auf einen schwachen Tag eine Gegenbewegung folgte. Der VIX lag einen Tag nach seinem höchsten Monatsschluss vom 10.09. schon 2,00 Punkte tiefer, und auf den tiefsten S&P-500-Schluss vom 16.09. folgte ein Plus von 1,14 %. Für den Handel am Verfallstag zählt dabei jeder Tag für sich: Die Bewegung eines einzelnen Tages entscheidet über den Kontrakt, die Gegenbewegung am nächsten Tag hilft ihm nicht mehr.
Was im Oktober ansteht
Am 14.10. veröffentlicht das US Bureau of Labor Statistics die Verbraucherpreise für den September, am 27. und 28.10. tagt die US-Notenbank. Anfang November folgt die Volumenstatistik der CBOE für den Oktober, die EUREX-Monatsstatistik erscheint in der Regel in den ersten Tagen des Folgemonats.
Der Report bewertet diese Termine nicht und leitet keine Erwartung ab; er ordnet im Rückblick ein, was messbar war. Die nächste Ausgabe erscheint Anfang November mit den Zahlen für den Oktober.
Methodik und Datenstand
Datenstand: Marktdaten bis 30.09.2026, Redaktionsschluss 06.10.2026
Die Volumenzahlen stammen aus den Veröffentlichungen von CBOE und EUREX, Zins- und Inflationsdaten von der Federal Reserve, dem US-Finanzministerium und dem US Bureau of Labor Statistics, der Brent-Spotpreis von der US-Energiebehörde EIA. Die VIX-Werte sind der Tageshistorie der CBOE entnommen, die S&P-500-Schlusskurse einer Tageszeitreihe, die DAX-Stände den dpa-AFX-Schlussberichten. Als rechnerisch gekennzeichnete Werte sind eigene Ableitungen aus diesen Primärzahlen.
Tagesveränderungen sind von Schlusskurs zu Schlusskurs gerechnet, nicht gegen die Tageseröffnung. Das Monatsergebnis des S&P 500 von minus 0,45 % ist die eigene Rechnung aus 7.686,14 Punkten am 31.08. und 7.651,54 Punkten am 30.09., das DAX-Ergebnis von minus 4,0 % die Rechnung aus 26.258,11 und 25.199,19 Punkten. Der dpa-AFX-Schlussbericht nennt für den DAX ebenfalls ein Minus von vier Prozent.
Beim VIX trennt der Report Schlusskurs und Tagesverlauf: Das Jahrestief von 13,80 am 04.09. ist ein Intraday-Wert, der tiefste Schlusskurs des Jahres lag am 22.09. bei 14,21. Der rechnerische 0DTE-Anteil von 65 % für das dritte Quartal ist aus den gerundeten CBOE-Werten von 3,2 und 4,9 Mio. Kontrakten pro Tag gerechnet.
Beim Ölpreis weichen die Quellen deutlich voneinander ab, weil sie Verschiedenes messen. Der Brent-Spotpreis der EIA lag am 15.09. bei 130,80 US-Dollar, der Brent-Future notierte am selben Tag laut Reuters um die Mittagszeit bei 105,89 US-Dollar. Der Abstand zeigt, wie knapp sofort lieferbares Öl in diesen Tagen war. Der Report nennt deshalb jeweils, welcher Preis gemeint ist.
Die Volumina der EUREX-Tagesoptionen ODAP und OEXP stammen aus der Datei monthlystat_202609.xls. Tagesdurchschnitte und Veränderungsraten sind dort ausgewiesen und nicht selbst gerechnet; die Veränderungsraten beziehen sich auf das Monatsvolumen, wobei der September 22 und der August 21 Handelstage zählte.
Nicht verfügbar waren zum Redaktionsschluss: der 0DTE-Anteil am SPX-Volumen für den September, der VIX1D-Monatsverlauf, der Brent-Spotpreis vom 30.09. und die September-Pressemitteilung der EUREX.
Häufige Fragen zur September-Ausgabe
- Wie viele SPX-Optionen mit Verfall am selben Tag wurden im September 2026 gehandelt?
- Die CBOE meldet für den September ein Tagesvolumen von 3,4 Mio. SPX-0DTE-Kontrakten und damit einen Monatsrekord. Für das dritte Quartal weist sie 3,2 Mio. Kontrakte pro Tag aus, ebenfalls ein Rekord, bei 4,9 Mio. SPX-Kontrakten über alle Laufzeiten. Daraus ergibt sich rechnerisch ein 0DTE-Anteil von 65 % für das Quartal, gerechnet aus gerundeten Werten. Einen Anteil für den September allein nennt die Pressemitteilung vom 05.10.2026 nicht.
- Wie hat der Markt auf die Zinserhöhung der Fed am 16.09.2026 reagiert?
- Am Tag der Entscheidung schloss der S&P 500 mit 7.551,81 Punkten 0,45 % tiefer, das war der tiefste Schlusskurs des Monats. Der VIX stieg im Tagesverlauf bis 18,94 und schloss bei 17,71, die zehnjährige US-Rendite lag mit 5,01 % erstmals im September über 5 %. Am Folgetag drehte das Bild: Der S&P 500 gewann 1,14 %, der VIX fiel auf 15,44, und der DAX legte 0,70 % zu. Die Fed hatte die Zielspanne einstimmig auf 3,75 bis 4,00 % angehoben.
- Warum blieb der VIX trotz Ölschock und Zinserhöhung so niedrig?
- Der Report deutet das nicht, er hält fest, was messbar war. Der Brent-Spotpreis stieg laut EIA von 89,75 US-Dollar am 28.08. bis auf 130,80 US-Dollar am 15.09., der VIX schloss im ganzen Monat trotzdem nie über 17,84. Am 04.09. erreichte er intraday mit 13,80 sogar sein Jahrestief, am 22.09. mit 14,21 den tiefsten Schlusskurs des Jahres. Die Ausschläge blieben kurz: Nach jedem Anstieg fiel der Index binnen weniger Handelstage wieder unter 16.
- Wie hoch war die US-Inflation vor der Zinserhöhung?
- Der Verbraucherpreisindex für den August, veröffentlicht am 11.09.2026, stieg saisonbereinigt um 0,4 % zum Vormonat, nach 0,1 % im Juli. Mehr als ein Drittel des Anstiegs entfiel auf Benzin, dessen Index um 3,9 % zulegte. Die Jahresrate blieb bei 3,4 %, die Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel sank von 2,5 auf 2,4 %. Fünf Tage später erhöhte die Fed den Leitzins und begründete das mit einer weiterhin erhöhten Inflation.
- Wie liefen die EUREX-Tagesoptionen auf DAX und EURO STOXX 50 im September?
- Beide legten nach dem schwachen August deutlich zu. Die DAX-Tagesoption ODAP kam auf 73.121 Kontrakte oder 3.324 pro Handelstag, 23,1 % mehr als im August und 34,8 % mehr als im September 2025. Die Tagesoption auf den EURO STOXX 50 stieg auf 757.152 Kontrakte oder 34.416 pro Tag, ein Plus von 72,3 % zum August, lag aber 10,4 % unter dem Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn liegen ODAP 25,6 % und OEXP 26,4 % über dem Vorjahreszeitraum.
- Welche Daten fehlen in dieser Ausgabe?
- Drei Lücken sind offen: der 0DTE-Anteil am SPX-Volumen für den September, den die CBOE in ihrer Pressemitteilung nicht ausweist; der Monatsverlauf des VIX1D, für den weiterhin keine belastbaren freien Verlaufsdaten vorliegen; und der Brent-Spotpreis vom 30.09., den die EIA zum Redaktionsschluss noch nicht veröffentlicht hatte. Die EUREX-Pressemitteilung zum September war zum Redaktionsschluss ebenfalls noch nicht erschienen.
Quellen und Belege
- CBOE, Handelsvolumen September 2026 (SPX-0DTE-Monatsrekord 3,4 Mio., Index-Optionen 6,422 Mio. pro Tag, XSP-, GTH- und Quartalswerte), Pressemitteilung 05.10.2026Primärquelle (Börse)
- CBOE, VIX-Tageshistorie (Eröffnung, Hoch, Tief, Schluss), abgerufen 06.10.2026Primärquelle (Börse)
- EUREX, Monatsstatistik September 2026 (ODAP 73.121 Kontrakte, OEXP 757.152 Kontrakte, 22 Handelstage)Primärquelle (Börse)
- EUREX, Handelszahlen August 2026 (144,4 Mio. Kontrakte), veröffentlicht 07.09.2026Primärquelle (Börse)
- EUREX, Handelszahlen September 2026 (273,0 Mio. Kontrakte), veröffentlicht 07.10.2026 (Nachtrag)Primärquelle (Börse)
- CBOE, Volumen-Highlights September 2026 (Quartalswerte SPX und SPX-0DTE), veröffentlicht 12.10.2026 (Nachtrag)Primärquelle (Börse)
- Federal Reserve, FOMC-Erklärung vom 16.09.2026 (Zielspanne 3,75 bis 4,00 %, 12 zu 0 Stimmen)Primärquelle (Notenbank)
- Federal Reserve, Sitzungskalender des FOMC 2026Primärquelle (Notenbank)
- US Bureau of Labor Statistics, Verbraucherpreisindex August 2026, veröffentlicht 11.09.2026Primärquelle (Behörde)
- US Bureau of Labor Statistics, Arbeitsmarktbericht August 2026, veröffentlicht 04.09.2026Primärquelle (Behörde)
- US Bureau of Labor Statistics, Veröffentlichungstermine des VerbraucherpreisindexPrimärquelle (Behörde)
- US-Finanzministerium, tägliche Renditen der Staatsanleihen September 2026Primärquelle (Behörde)
- US Energy Information Administration, Brent-Spotpreis (täglich)Primärquelle (Behörde)
- Financial Modeling Prep, Tageszeitreihe S&P 500 (^GSPC), Schlusskurse September 2026Kursdaten
- Reuters via The Nation, Brent und WTI steigen am 10.09.2026 um mehr als 6 %Marktbericht
- Reuters via BNN Bloomberg, Ausfall der saudischen East-West-Pipeline, 15.09.2026Marktbericht
- ARIVA (dpa-AFX), Aktien Frankfurt Schluss vom 17.09.2026 (DAX nach der US-Zinserhöhung)Marktbericht
- finanznachrichten.de (dpa-AFX), Aktien Frankfurt Schluss vom 18.09.2026 (großer Verfallstag)Marktbericht
- Der Aktionär (dpa-AFX), Aktien Frankfurt Schluss vom 30.09.2026 (DAX-Monatsbilanz, deutsche Inflation)Marktbericht
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August 2026: Rekordanteil und Ruhe vor dem Zinsstreit
Der 0DTE-Anteil am SPX-Volumen erreichte im Juli mit 66,2 Prozent einen Rekord, im August fiel der VIX am Tag der Jackson-Hole-Rede auf das Jahrestief. Gedreht hat das Bild erst der letzte Handelstag.
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Das ist die aktuelle Ausgabe. Die nächste erscheint Anfang des kommenden Monats.
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- 01Juli 2026: Volumenrekorde und Vola-Comeback26.07.2026
Der Text einer Ausgabe wird nachträglich nicht umgeschrieben, damit sich Kennzahlen im Nachhinein nachvollziehen lassen. Zahlen, die erst nach dem Redaktionsschluss veröffentlicht werden, kommen als datierter Nachtrag dazu und sind als solcher gekennzeichnet. Was der Report abdeckt und woher die Daten stammen, steht in der Report-Übersicht.