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Iron Condor

Der Iron Condor ist eine neutrale Optionsstrategie aus vier Kontrakten. Bei 0DTE Optionen setzt er auf einen ruhigen Markt bis zum täglichen Verfall.

Redaktion 0dte-optionen.deZuletzt aktualisiert: 23.07.2026Lesezeit: 5 Min.

Der Iron Condor ist eine neutrale Optionsstrategie aus einem Bull Put Spread und einem Bear Call Spread. Er verdient, solange der Basiswert bis zum Verfall in einer festgelegten Spanne zwischen den beiden verkauften Strikes bleibt.

Der Iron Condor kombiniert zwei Credit Spreads, darunter einen Bull Put Spread. Wie er sich neben verwandten Aufbauten schlägt, zeigt der Iron Condor unter den Strategien, Gewinn und Break-even rechnet der 0DTE-Rechner durch. Weitere Begriffe stehen im Glossar, der Überblick beginnt bei 0DTE Optionen.

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Was ist ein Iron Condor?

Ein Iron Condor besteht aus vier Optionen mit gleichem Verfall: einem verkauften Put und einem tiefer liegenden gekauften Put unterhalb des Kurses sowie einem verkauften Call und einem höher liegenden gekauften Call oberhalb des Kurses. Die beiden verkauften Optionen bringen die Prämie ein, die beiden gekauften begrenzen den Verlust nach außen.

Zwischen den verkauften Strikes entsteht eine breite Gewinnzone. Der maximale Gewinn ist die vereinnahmte Netto-Prämie, der maximale Verlust die breitere Spreadseite abzüglich dieser Prämie. Beide Grenzen stehen beim Eröffnen fest, das Risiko ist auf beiden Flügeln definiert. Damit gehört der Iron Condor zu den risikodefinierten, richtungsneutralen Strategien.

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Aufbau und Auszahlung

Das Auszahlungsprofil bildet ein Plateau: Zwischen den beiden verkauften Strikes ist der Gewinn konstant und entspricht der Prämie. Jenseits der Break-even-Punkte kippt die Position in den Verlust, der an den gekauften Strikes seinen festen Höchstwert erreicht. Die vier senkrechten Linien im Diagramm markieren die vier Strikes.

Auszahlungsprofil eines Iron Condor am VerfallAuszahlungsprofil eines Iron Condor am Verfall. Zwischen den verkauften Strikes 6.950 und 7.050 liegt der maximale Gewinn von 1.800 USD. Ausserhalb der Break-even-Punkte 6.932 und 7.068 entsteht Verlust, der bei 3.200 USD gedeckelt ist.6.9507.0500BE 6.932BE 7.068SPX-Stand am VerfallGewinn / Verlust je Kontrakt (USD)GewinnzoneVerlustzone
Abb. 01 / Iron Condor auf den SPX bei Verfall, illustratives Beispiel. Zwischen den verkauften Strikes bleibt die volle Prämie von 1.800 USD, jenseits der Flügel ist der Verlust auf 3.200 USD begrenzt.
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Kurzes Zahlenbeispiel

Auf dem SPX werden ein Put bei 6.950 und ein Call bei 7.050 verkauft, dazu ein Put bei 6.900 und ein Call bei 7.100 gekauft. Beide Spreads sind 50 Punkte breit. Fließen in Summe 18,00 Punkte Prämie zu, entspricht das beim Multiplikator von 100 einer Einnahme von 1.800 USD. Das ist zugleich der Maximalgewinn; der Maximalverlust liegt bei 3.200 USD, also 50 Punkte Spreadbreite minus 18 Punkte Prämie, mal 100. Die Break-even-Punkte liegen bei 6.932 und 7.068, also 18 Punkte unter dem verkauften Put und über dem verkauften Call.

Schließt der SPX am Ende zwischen 6.950 und 7.050, verfallen alle vier Optionen wertlos und die Prämie von 1.800 USD bleibt der Gewinn. Außerhalb dieser Spanne greift der Verlust der betroffenen Seite.

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Bedeutung bei 0DTE Optionen

Als 0DTE-Aufbau lebt der Iron Condor davon, dass der Basiswert bis zum täglichen Verfall in seiner Spanne bleibt. Der schnelle Zeitwertverfall arbeitet dann auf beiden Seiten zugunsten der Position, ohne dass eine Richtungsmeinung nötig ist. Auf Index-Basiswerten wie dem SPX wird bar abgerechnet, das Cash-Settlement erspart die Andienung von Stücken.

Die Kehrseite ist das hohe Gamma nahe dem Verfall: Ein deutlicher Ausbruch über einen der Short-Strikes verwandelt den Kredit rasch in einen Verlust. Am Verfallstag kann bereits ein kurzer Schub durch eine Grenze genügen, weshalb feste Ausstiegsregeln wichtiger sind als eine hohe Trefferquote allein.

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Iron Condor und Iron Butterfly

Der nahe Verwandte ist der Iron Butterfly. Bei ihm werden Put und Call am selben Strike verkauft statt auseinander. Das bringt eine höhere Prämie, aber eine sehr schmale Gewinnzone genau um diesen Strike. Der Iron Condor nimmt weniger Prämie ein und akzeptiert dafür eine breitere Spanne, in der die Position aufgeht. Welche Form passt, hängt davon ab, wie eng die erwartete Tagesbewegung eingeschätzt wird.

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Häufige Fragen

Was ist ein Iron Condor?
Ein Iron Condor ist eine neutrale Optionsstrategie aus vier Optionen mit gleichem Verfall: einem verkauften und einem tiefer gekauften Put sowie einem verkauften und einem höher gekauften Call. Er vereinnahmt eine Prämie und verdient, solange der Basiswert bis zum Verfall zwischen den beiden verkauften Strikes bleibt.
Wie viel kann man mit einem Iron Condor verlieren?
Der maximale Verlust steht beim Eröffnen fest. Er entspricht der breiteren Spreadseite abzüglich der vereinnahmten Prämie, multipliziert mit dem Kontraktmultiplikator. Im Beispiel mit 50 Punkten Spreadbreite und 18 Punkten Prämie sind das 32 Punkte mal 100, also 3.200 USD je Seite.
Wann ist ein Iron Condor sinnvoll?
Der Iron Condor passt zu einer neutralen Markterwartung, wenn ein Basiswert voraussichtlich in einer Spanne bleibt. Er profitiert vom Zeitwertverfall und braucht keine Richtungsmeinung. Ein Ausbruch über einen der verkauften Strikes wird dagegen schnell teuer, besonders bei 0DTE mit hohem Gamma.
Was ist der Unterschied zwischen Iron Condor und Iron Butterfly?
Beim Iron Condor liegen die beiden verkauften Strikes auseinander, es entsteht eine breite Gewinnzone mit niedrigerer Prämie. Beim Iron Butterfly werden Put und Call am selben Strike verkauft, das bringt mehr Prämie, aber eine sehr schmale Gewinnzone und ein höheres Verlustrisiko bei kleinen Bewegungen.
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Quellen und Belege

Redaktionell erstellt von der Redaktion 0dte-optionen.de. Werbefrei und unabhängig, keine bezahlten Strategieempfehlungen und keine Affiliate-Verweise im Fließtext.

Diese Definition dient der Orientierung und ist keine Anlageberatung. Das Beispiel nutzt illustrative Annahmen, keine aktuellen Kurse. 0DTE-Strategien können zu Verlusten bis zum Totalverlust führen. Maßgeblich sind die Unterlagen der jeweiligen Börse und des Brokers.

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